
Beschreibung der Attraktion
Das Grevin Museum ist ein Wachsfigurenkabinett am Boulevard Montmartre, das nach Madame Tussauds weltweit am bekanntesten ist.
Die Idee, ein Museum zu gründen, kam 1881 Arthur Meyer. Meyer ist eine interessante Persönlichkeit in der Geschichte Frankreichs im 19. Jahrhundert. Der Enkel des Rabbiners, ein Junge aus einer bescheidenen jüdischen Familie, wurde Royalist, Katholik, Anti-Dreyfusar, eine der Schlüsselfiguren der Dritten Französischen Republik. Er kämpfte ein Duell, kämpfte für die Rückkehr der Monarchie, besaß die bürgerliche Zeitung Le Gaulois und eröffnete ein Wachsfigurenkabinett. Es war die Zeitung, die ihn auf die Idee des Museums brachte - Meyer entschied, dass die Leser daran interessiert sein würden, zu sehen, wie diejenigen aussehen, die jeden Tag auf der Titelseite schreiben. (Die damaligen Druckgeräte erlaubten den Druck von Fotografien noch nicht).
Meyer lud Alfred Grevin ein, die Idee zum Leben zu erwecken. Grevin, ein Karikaturist, Bildhauer und Kostümbildner, begann mit dem Wachsen. Schließlich begann das Museum seinen Namen zu tragen. Die Institution öffnete 1882 ihre Pforten - und es war ein Erfolg! 1883 investierte der berühmte Investor Thomas Gabriel Geld in das Museum, das maßgeblich zur Erweiterung des Museums beitrug und auch die Innenräume mit neuen wertvollen Dekorationen bereicherte. So entstanden das Grevin-Theater und der Palast der Mirages (eine Halle, in der eine Show mit einem Spiegelsystem wie in einem Kaleidoskop gezeigt wird; Unterhaltung wurde für die Weltausstellung 1900 erfunden).
Nun setzt das Museum die Arbeit der drei Gründerväter fort und zeigt der Öffentlichkeit die Gesichter von Prominenten. Überraschenderweise schauen sich die Menschen im Zeitalter des Internets gerne Wachsfiguren an und fotografieren damit. In zehn Pavillons des Museums befinden sich etwa 500 Figuren, die berühmte Persönlichkeiten und fiktive Figuren darstellen: Mozart, Aznavour, Rostropovich, Picasso, Napoleon, Nostradamus, Einstein, Esmeralda, Lara Croft, Spider-Man … Ein Teil der Ausstellung präsentiert den Schlüssel Momente der französischen Geschichte: der Tod von Roland, die Verbrennung von Jeanne d'Arc, die Ermordung von Marat und ähnliche dramatische Szenen. Es wird gesagt, dass es möglich ist, einen Besucher mit einer Wachsfigur zu verwechseln, aber dies ist eine sehr zweifelhafte Aussage. Obwohl die Herstellung von Wachsfiguren ein mühsamer und zeitaufwändiger Prozess ist, sehen sie überhaupt nicht lebendig aus.